Wenn wir auf die Welt kommen, befinden wir uns schon in einem Konflikt zwischen Bindung und Autonomie. Am Anfang wollen wir noch eins sein mit der Mutter, später uns ablösen. Dieser Widerspruch begleitet uns unser ganzes Leben und kommt in einer Paarbeziehung besonders zum Tragen:

Am Anfang wollen wir noch eins sein

"Am Anfang wollen wir noch eins sein, später uns ablösen..." Wenn wir verliebt sind, dann haben wir unseren "Seelenpartner" gefunden, wir sind voller Aufmerksamkeit und denken und fühlen gemeinsam. Wir fühlen uns verstanden, Schlaf spielt keine Rolle und die sexuelle Attraktion ist vorhanden.

Nach einiger Zeit stellen wir fest, dass du und ich anders sind. Du fühlst anders als ich, verstehst wenig von dem was ich sage, hast deine eigenen Interessen und auch sexuellen Vorlieben. Dein Schlaf, deine Arbeit und deine Freizeit sind dir wichtiger als ich. Mit wem bin ich eigentlich zusammen? Das war am Anfang anders.

Nach einigen Jahren reden wir lieber mit anderen. Die sexuellen Attraktionen liegen außerhalb der Beziehung. Wir können das Leben mit den Kindern, den Haushalt und unsere anstrengenden Tätigkeiten relativ gut organisieren. Routine ist vorherrschend. Liebe ist nur ein Wort. Die Streitereien nehmen zu. Der Kontakt ist unerfreulich. Der Rückzug ist unvermeidlich. So wie ich bin, kann ich mit dir nur schwer zusammensein. Ich zeige nur noch wenig von mir, meine positiven Gefühle verberge ich, in Kritik bin ich gut.

Ich zeige nur noch wenig von mir

Irgendwann haben wir dann sowas wie eine Beziehungskrise, einen Paarkonflikt, Eine Fremdgeh-Affaire, eine Zerrüttung, psychosomatische Beschwerden, Trennungsgedanken.

Unsere Arbeit beginnt eigentlich da, wo Sie als Paar der Verliebtheit entwachsen sind. Mit der Erfahrung von 35 Jahren eigener Paarbeziehung mit der gleichen Person und 20 Jahren Arbeit als Paartherapeuten kennen wir vermutlich alle Themen, die Sie betreffen. Kennen reicht aber nicht. Wir haben effektive Methoden, Ihnen, egal mit welcher Krise oder Problematik Sie sich beschäftigen, in Ihrer Paarbeziehung zu helfen. Effektiv heisst, dass wir uns nicht damit aufhalten, Ihnen Übungen oder Kommunikationsregeln beizubringen, die Sie nie umsetzen oder Harmonie unser Arbeitsziel ist.

   

Was sie erwarten können ist, dass sie lernen:

  • differenzierter und authentischer in Ihrer Beziehung zu sein,
  • intensiveren Kontakt mit Ihrem Partner zu haben,
  • selber für sich zu wachsen, indem Sie sich selber bestätigen und beruhigen,
  • dass die Krise oder der Konflikt paradoxerweise Ihre Beziehung stärkt,
  • Intimität, Liebe und Sexualität angsfreier und erfüllter mit Ihrem Partner zu leben,
  • destruktive Verhaltensmuster durch konstruktive zu ersetzen,
  • gemeinsam alt zu werden.

Was sie nicht erwarten können:

  • dass wir für Sie gegen Ihren Partner Partei ergreifen,
  • dass wir Ihnen eine bessere Beziehung versprechen,
  • dass Sie Ihr Verhalten mit Ihrem Partner in der Therapiesitzung fortsetzen können,
  • dass Sie die Inhalte der Therapiesitzung bestimmen

 Neben unseren eigenen paartherapeutischen Ansätzen lernen und verfolgen wir seit 2010 konsequent den paartherapeutischen Ansatz von Dr. David Schnarch und Dr. Ruth Morehouse, der in unserer Arbeit zum Tragen kommt.

Informationen hierzu finden Sie auch in den Büchern:

Die Psychologie der sexuellen Leidenschaft und Intimität und Verlangen

oder http://crucibletherapy.com/

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